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Kräuter & Gewürze – Medizin aus der Natur

Die lange Geschichte der Pflanzenheilkunde hat ihren Ursprung bereits in der Antike. Von Beginn an mit der Medizin verbunden, wurden Krankheiten neben genügend Wasser, frischer Luft und leichter Kost mit Heilpflanzen behandelt.

Getreu dem Lehrsatz des Hippokrates: „Lasst eure Heilmittel Nahrungsmittel sein und eure Nahrungsmittel Heilmittel“.

Niederschriften von Persönlichkeiten wie Hildegard von Bingen oder Paracelsus sind wichtige Dokumentationen über das jahrhundertealte Kräuterwissen. Hüter dieses Schatzes waren die Klöster – durch deren Umsicht das Wissen bis heute erhalten blieb.

 

Nun gibt es zwei Arten von Kräutern: einmal die Küchenkräuter und zum anderen die Heilkräuter. 

Küchenkräuter werden vorrangig zur Zubereitung von Speisen verwendet, während Heilkräuter (Medical herbs) in ihrer Gesamtheit oder bestimmte Teile von bzw. Zubereitungsarten zu Heilzwecken genutzt werden. Die Küchenkräuter umfassen zahlreiche Pflanzen, Gewürze wie auch Obst und Gemüse.

Heilkräuter sind z.B. Kamille, Arnika oder Johanniskraut. Kräuter können innerlich und äußerlich angewendet werden, sehr häufig in Form von Tees, Tinkturen, Dragees, Lutschbonbons, Salben, Kosmetika, Aufgüssen und Bädern.

Eine strenge Abgrenzung von Heilkräutern zu Küchenkräutern gibt es jedoch nicht. Salbei ist hierfür ein ausgezeichnetes Beispiel: Als herrliches Würzmittel in der Küche wie z.B. für das Gericht Saltimbocca (gebratenes Kalbschnitzel mit Salbei und Schinken) ist er auch bei Halsschmerzen beliebt, lindert er doch in Form von Tee die Symptome.

Damit Heilkräuter bzw. Arzneipflanzen als solche anerkannt werden, müssen sie den strengen Regelungen des Arzneimittelgesetzes entsprechen. Die Volksheilkunde ist diesbezüglich weniger streng, sie hält sich an tradiertes Wissen. Und so werden Kräuter als unterstützende Therapie bei ernährungsabhängigen oder bei Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes verwendet. Dieser Einsatz als Heilmittel hat sich seit Jahrtausenden bewährt. Erkenntnisse dafür haben uns unter anderen die Beobachtungen von Tieren gelehrt, die Pflanzen fressen, um für ihr Wohlbefinden zu sorgen: Tiere kennen instinktiv heilsame Pflanzen. Schafe wälzen sich in Schafgarbe und fressen diese wegen ihrer wundheilenden und verdauungsfördernden Wirkung. Feldhasen fressen reichhalte Wildkräuter wie Thymian, Kamille oder Spitzwegerich und schützen sich so vor Parasiten.

Kräuter erfahren schon seit einiger Zeit eine regelrechte Renaissance in der heimischen Küche: Frisch sollen die Kräuter und ebenso frisch die gemahlenen Gewürze verwendet werden. Salbei und Rosmarin haben außerdem eine antioxidative Wirkung. 

Die Anwendungsmöglichkeiten von Küchenkräutern sind sehr vielfältig, wie der Bärlauch zeigt:

 „Wohl kein Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Darm und Blut wie der Bärlauch.“ (Kräuterpfarrer Künzle)

Ähnlich wie Knoblauch hat Bärlauch einen hohen Gehalt an Schwefel; damit werden köpereigene Enzyme produziert, die Giftstoffe in unserem Körper abbauen.

Salbei mit seiner sehr würzigen Note wird vor allem für Fleisch- und Fischgerichte verwendet, als Heilmittel leistet er hervorragende Dienste bei Entzündungen von Mund- und Rachenschleimhaut, als Tee wirkt er verdauungsfördernd. Früher wurde dieses Küchenkraut auch als „pflanzliche Zahnbürste“ bezeichnet.

Eine weitere Gewürzpflanze, die nicht unerwähnt bleiben sollte, ist der Thymian. Die enthaltenen Wirkstoffe machen fette Speisen, wie Fleischgerichte und Wurstwaren, bekömmlicher. Medizinisch hat Thymian als einzige Pflanze eine anerkannte Heilwirkung beim Einsatz gegen Keuchhusten.
Auch Rosmarin, die typische mediterrane Heilpflanze, gilt schon seit Langem als verdauungsfördernd.

Nicht zu vergessen sind die zwei bekanntesten Küchenkräuter in unserer heimischen Küche: Petersilie und Schnittlauch. Sie haben zwar keine therapeutische Wirkung, runden jedoch sämtliche Speisen geschmacklich gut ab.

Der „Wert“ des Essens kann also nicht allein anhand von Energie- und Nährstoffberechnungen gemessen werden. Neben Vitaminen und Mineralstoffen ist auch die Wirkung der sekundären Pflanzenstoffe zu beachten. Diese sind neben Obst und Gemüse auch in Kräutern enthalten.

Finden sich auf Packungen Namen wie Saponine, Flavonoide und Sulfide, handelt es sich dabei um ebendiese sekundären Pflanzenstoffe. Diese wirken antikanzerogen, antimikrobiell, immunmodulierend und entzündungshemmend. 

Der bewusste Einsatz von Kräutern in ihrer Vielseitigkeit macht die Bezeichnung des Essens als „Medizin aus der Natur“ entsprechend gültig.

Ein Artikel von Maria Anna Benedikt MSc, MAS
Ltd. Diätologin, Ernährungsmedizinische Beratung,
Landeskrankenhaus Salzburg, Universitätsklinikum der PMU
in der Zeitschrift Natürlich, das Konsumentenmagazin der Landwirtschaftskammer Salzburg

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